RHVÖ - Rettungshundeverband Österreich

Die Arbeit

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Mit der Ausbildung kann man bereits im Welpenalter beginnen. Auf spielerische Weise lernt der Hund die zukünftigen Aufgaben als Rettungshund kennen. Geprüfte Trainer unterstützen die Hundeführer das erlernte Wissen umzusetzen. Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert zwischen 2 ½ und 3 Jahren und ist sehr zeit- und kostenintensiv.

Zuerst lernt der Hund, dass es Spaß macht Menschen zu suchen und zu finden, weil er vom Opfer immer eine Belohnung erhält. Dabei ist besonders zu beachten, dass man das Tier nicht überfordert und die Übungen altersgerecht aufbaut. Selbstverständlich sollte sich das Tier mit seinen Artgenossen vertragen und menschenfreundlich sein.
Anfangs sieht der angehende Rettungshund das Opfer (Figurant) weglaufen und danach wird der Hund vom Hundeführer nachgeschickt. Der Figurant belohnt den Hund mit Spielzeug oder Futter. Als Vorbereitung für eine spätere selbstständige und weitläufige Suche muss der Hund nun lernen, wie er seinem Hundeführer anzeigt, dass er jemanden gefunden hat.

Es gibt drei verschiedene Anzeigearten:

 Verbellen: Sobald der Hund beim Opfer ist, beginnt er zu bellen und der Hundeführer kann so auch aus größerer Entfernung hören wo sich der Hund befindet.Erst nach Eintreffen des Hundeführers beendet der Hund das Verbellen.

 Bringseln: Während der Sucharbeit trägt der Hund an seinem Halsband einen kleinen Ledergegenstand, den er bei Auffinden der Person ins Maul nimmt und dem Hundeführer bringt. Der Hundeführer nimmt dem Hund den Gegenstand ab und lässt sich anschließend vom Hund zur Person führen.

 Freiverweisen: Bei dieser Anzeigeart macht der Hund den Hundeführer durch spezifisches Verhalten (z. B. Hochspringen am Hundeführer oder Anstoßen) darauf aufmerksam, dass er jemanden gefunden hat und pendelt danach so lange zwischen Opfer und Hundeführer bis der Hundeführer beim Opfer ist. 

Je nach Veranlagung des Hundes entscheidet sich der Hundeführer, dem Hund eine dieser 3 Anzeigearten bei zu bringen.
Von den verschiedenen Anzeigearten wie Bellen, Bringseln und Freiverweisen wird je nach Begabung und Vorliebe des Hundes eine erlernt.

 Erst wenn der Vierbeiner die Anzeige sehr gut beherrscht, wird die Person schrittweise immer weiter entfernt und schwieriger versteckt, um zu beurteilen wie gut er seine Nase schon bei der Suche nach Menschen einsetzt. Dies wird mit der Zeit immer mehr ausgedehnt. Der fertig ausgebildete Hund soll dann bis zu 5 Personen in einer halben Stunde finden. Das wichtigste an dieser Arbeit ist, dass der Hund sehr selbstständig und zuverlässig sucht und gefundene Personen anzeigt.

Anhänge:
Zugriff auf URL (http://www.iro-dogs.org/fileadmin/user_upload/pdf/Regelwerke/IPO-R_2012_D.pdf)IPO-R_2012_D.pdf[I.R.O. Prüfungsordnung 2012]802 Kb

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